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Google Maps fürs Wohnmobil: was fehlt

Google Maps kennt die Straßen, aber nicht dein Fahrzeug. Für die Navigation vor Ort bleibt es stark, für die Planung einer Womo-Tour fehlen ihm Maße, Übernachtungen und die Kosten der Reise.

Viele Wohnmobil-Touren beginnen in Google Maps, weil es da ist und weil es funktioniert. Für die Frage „Wie komme ich von hier nach dort?“ gibt es kaum etwas Besseres. Eine Wohnmobil-Reise stellt aber andere Fragen, und bei dreien davon stößt Google Maps aus unserer Sicht an Grenzen.

Was Google Maps über dein Fahrzeug weiß

Google Maps kennt ein Fahrzeugprofil. Darin lässt sich allerdings nur die Antriebsart einstellen, also ob du Benzin, Diesel, Hybrid oder Elektro fährst; bei Elektroautos kommen die Ladestecker dazu. Das dient sparsameren Routen und passenden Ladesäulen. Die Maße deines Fahrzeugs gehören nicht dazu. Die Routenberechnung kennt sie also nicht, egal ob du einen Kastenwagen oder einen 7,5 Meter langen Alkoven fährst.

Unsere Schlussfolgerung für die Praxis: Eine Unterführung mit 2,80 Meter Durchfahrtshöhe kann genauso auf der Route liegen wie eine freie Strecke, eine Gewichtsgrenze auf einer Brücke wird nicht an deinem Fahrzeug gemessen, und ob eine enge Ortsdurchfahrt breit genug ist, weiß die Route nicht.

Die drei Lücken im Detail

FrageGoogle MapsCamperada
FahrzeugmaßeFahrzeugprofil mit der Antriebsart, bei Elektroautos dazu die Ladestecker. Höhe, Breite, Länge und Gewicht lassen sich nicht hinterlegen.Höhe, Breite, Länge und Gewicht gehen in die Routenberechnung ein: Straßen mit einer in OpenStreetMap erfassten Grenze darunter bleiben gesperrt. Auf Knopfdruck wird die fertige Strecke zusätzlich gegen diese Beschränkungen geprüft.
ÜbernachtungCampingplätze sind als Orte auffindbar und lassen sich als Stopp in eine Route setzen, aber nicht als Übernachtung einplanen.Camping- und Wohnmobilstellplätze entlang der Route, mit Trinkwasser, Entsorgung und Strom. Ein Klick macht daraus die Übernachtung eines Halts.
ReisetageZeigt die geschätzte Fahrzeit einer Route mit bis zu neun Stopps, aber keine Aufteilung auf mehrere Tage.Fahrzeit pro Tag, Nächte je Halt und Abreisedatum ergeben einen Reiseplan mit Ankunftstagen und nötigen Zwischenübernachtungen.
KostenZeigt für PKW geschätzte Mautpreise, ohne Wohnmobil-Klasse und ohne Spritkosten aus deinem Verbrauch.Spritkosten aus Verbrauch und Landespreisen mit Tankstopps, dazu Vignetten und Streckenmaut in der Klasse deines Fahrzeugs.
ExportKeine GPX-Ausgabe. Routen bleiben im Google-Konto.GPX 1.1 mit Wegpunkten und Track, lesbar für Garmin, OsmAnd und viele weitere Navigationsgeräte.
Navigation unterwegsAbbiegehinweise, Verkehrslage in Echtzeit, Straßenansicht, Öffnungszeiten. Hier aus unserer Sicht klar überlegen.Keine Turn-by-turn-Navigation. Camperada plant die Reise, gefahren wird mit Navi oder App.

Stand der Angaben zu Google Maps: Oktober 2026. Quelle: Google-Maps-Hilfe (support.google.com/maps).

Wann Google Maps völlig ausreicht

Wer einen Kastenwagen unter 2,60 Meter Höhe fährt, auf Autobahnen bleibt und ohnehin spontan entscheidet, wo der Abend endet, braucht keinen zweiten Planer. Auch für die letzte Meile ist Google Maps oftmals das bessere Werkzeug: Verkehrsmeldungen, Umleitungen und die Straßenansicht, mit der sich eine steile Zufahrt vorab beurteilen lässt, gibt es dort in einer Qualität, die kein Ein-Personen-Projekt erreicht.

Wann es nicht reicht

Sobald dein Fahrzeug über 3 Meter hoch ist, du mehrere Tage am Stück unterwegs bist oder durch Länder mit unterschiedlichen Mautsystemen fährst, fehlen dir in Google Maps nach unserer Einschätzung die Angaben, auf die es dann ankommt. Nicht weil es schlecht wäre, sondern weil es für ein anderes Fahrzeug gebaut ist.

Der praktikabelste Weg ist deshalb nicht entweder oder: Die Tour planen, wo Maße, Etappen und Kosten zusammenkommen, und dann mit dem navigieren, was unterwegs am zuverlässigsten führt. Wie Camperada mit Maßen umgeht, steht unter Fahrzeugmaße und Engstellen.

Häufige Fragen

Kann man Google Maps auf Wohnmobil einstellen?
Nein. Google Maps kennt ein Fahrzeugprofil, darin lässt sich aber nur die Antriebsart wählen, also Benzin, Diesel, Hybrid oder Elektro. Höhe, Breite, Länge und Gewicht gibt es dort nicht, deshalb kann die Route Höhen- oder Gewichtsbeschränkungen nicht mit deinem Fahrzeug abgleichen.
Warnt Google Maps vor niedrigen Brücken?
Nicht anhand deiner Fahrzeughöhe. Da kein Fahrzeugmaß hinterlegt werden kann, gibt es auch keinen Abgleich zwischen Durchfahrtshöhe und Fahrzeughöhe. Unsere Einschätzung: Ein 3 Meter hohes Wohnmobil bekommt dieselbe Route wie ein Kleinwagen mit derselben Antriebsart.
Wofür ist Google Maps im Wohnmobilurlaub trotzdem gut?
Für die Navigation vor Ort, für aktuelle Verkehrslage und Sperrungen, für die Suche nach Supermärkten, Werkstätten und Öffnungszeiten sowie für Straßenansichten, mit denen sich eine Zufahrt vorab ansehen lässt. In diesen Punkten ist Google Maps aus unserer Sicht jedem spezialisierten Planer voraus.
Kann ich eine Route aus Camperada in Google Maps öffnen?
Der Export erfolgt als GPX oder als KML für Google Earth und Google My Maps. Google Maps importiert kein GPX, viele Navi-Apps wie OsmAnd und Geräte von Garmin dagegen schon. Wer mit Google Maps navigieren will, plant die Strecke in Camperada und übernimmt die Halte einzeln als Ziele.

Selbst vergleichen ist am ehrlichsten

Camperada braucht weder Anmeldung noch Installation. Zwei Halte eintragen genügt, um zu sehen, ob es zu deiner Art zu reisen passt.

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Angaben zu Google Maps geprüft am 28. Oktober 2026