Camperada

Eine Route, die deine Maße kennt

Dein Profil geht in die Berechnung ein, und auf Knopfdruck wird die fertige Strecke gegen Höhen-, Breiten- und Gewichtsgrenzen geprüft.

Wohnmobile fahren nicht wie PKW, und ein Routenplaner, der das ignoriert, plant an der Realität vorbei. Camperada nimmt Höhe, Breite, Länge und Gewicht deines Fahrzeugs entgegen und arbeitet damit an zwei Stellen: Erst wird die Route mit diesen Werten berechnet, danach wird die fertige Strecke gegen Beschränkungen aus OpenStreetMap geprüft.

Das Profil geht in die Berechnung ein

Die Route entsteht mit deinen Werten: Straßen mit einer in OpenStreetMap erfassten Höhen-, Breiten-, Längen- oder Gewichtsgrenze darunter bleiben gesperrt, über 3,5 Tonnen auch erfasste Lkw-Fahrverbote. Vier Angaben genügen:

  • Höhe in Metern, gemessen am höchsten Punkt im Reisezustand
  • Breite in Metern, Spiegel eingeklappt, Markise eingerechnet
  • Länge in Metern, mit Fahrradträger und Anhängerkupplung
  • Gewicht in Tonnen, sinnvollerweise das zulässige Gesamtgewicht

Unter jeder berechneten Route steht sichtbar, ob deine Maße einfließen konnten. Wenn nicht, bekommst du eine PKW-Route und weißt es. Diese Auskunft steht dort bewusst dauerhaft und nicht als Hinweis, den man einmal wegklickt.

Das alles gilt unabhängig davon, was im Gewichtsfeld steht. Was sich oberhalb der 3,5 Tonnen bei Maut und Fahrzeugklassen ändert, hat eine eigene Seite: Routenplaner für Wohnmobile über 3,5 t.

Auf Knopfdruck wird die Strecke geprüft

Die Berechnung ist nur so vollständig wie die Daten dahinter. Deshalb geht Camperada die berechnete Strecke auf Knopfdruck noch einmal ab und sucht bis 50 Meter neben der Route nach Beschränkungen, die in OpenStreetMap erfasst sind:

  • maxheight und maxheight:physical für Durchfahrtshöhen
  • maxwidth für Engstellen und Poller
  • maxweight für Brücken mit Gewichtsgrenze
  • maxlength für Fahrzeuglängen, etwa an Serpentinen

Jede Fundstelle, deren Grenzwert unter deinem Maß liegt, erscheint mit Art, Grenzwert und Straßenbezug und lässt sich auf der Karte anzeigen. Bei Höhe und Breite warnt der Planer schon, wenn weniger als 5 Zentimeter Luft bleiben, und eine Beschränkung, deren Wert sich nicht lesen lässt, gilt ebenfalls als Engstelle. Der Planer nennt sie „mögliche Engstellen“, weil eine beschränkte Straße die Route auch kreuzen kann, ohne dass du unter ihr durchfährst. Eine Warnung, die so tut, als wäre sie sicher, wäre bequemer und weniger wert.

Woher die Daten kommen

Die Beschränkungen stammen aus OpenStreetMap. Camperada hält sie für die ganze Welt selbst vor und gleicht sie wöchentlich mit dem neuesten verfügbaren Stand ab; am Ergebnis steht, von wann die Daten sind. Die Abdeckung ist in Mitteleuropa gut, besonders bei Bahnunterführungen und Altstadttoren, aber sie ist nicht vollständig. Was nicht kartiert ist, kann kein Werkzeug wissen. Am Ende zählt das Schild an der Straße, und der Puffer, den du dir beim Eintragen der Höhe gegönnt hast.

Was das für die Planung heißt

Die meisten Überraschungen im Wohnmobilurlaub entstehen nicht auf der Autobahn, sondern auf den letzten drei Kilometern zum Platz. Genau dort hilft die Prüfung: Sie zeigt vor der Abfahrt, wo die geplante Strecke eng wird, statt dich vor Ort wenden zu lassen. Mehr zu den Maßen selbst steht im Ratgeber: Höhe, Breite, Gewicht und was dein Womo fürs Routing wissen muss.

Häufige Fragen

Welche Höhe trage ich ein, die aus dem Fahrzeugschein?
Nein. Im Fahrzeugschein steht die Höhe ab Werk. Maßgeblich ist der höchste Punkt deines Fahrzeugs im Reisezustand, also mit Klimaanlage, Satellitenschüssel, Dachreling oder Dachbox. Miss nach und rechne mindestens zehn Zentimeter Puffer dazu.
Was passiert, wenn eine Beschränkung in OpenStreetMap fehlt?
Dann findet Camperada sie nicht. Die Prüfung deckt auf, was erfasst ist, und ersetzt nicht den Blick auf das Schild. Fehlt eine Brücke, kannst du sie selbst in OpenStreetMap eintragen; davon profitieren alle.
Warum heißt es „mögliche Engstellen“ und nicht „Engstellen“?
Weil eine Straße mit Höhenbeschränkung die Route auch kreuzen kann, ohne dass du unter ihr durchfährst, etwa bei einer Unterführung neben der Strecke. Camperada zeigt die Fundstelle mit Grenzwert und Ort, die Entscheidung bleibt bei dir.
Gilt das auch für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen?
Ja. Gewicht ist ein eigener Parameter im Profil und wird sowohl beim Routing als auch bei der Prüfung berücksichtigt. Bei der Maut wechseln oberhalb von 3,5 Tonnen in mehreren Ländern die Systeme; der Planer benennt sie dann, statt Beträge zu raten.
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