Camperada

Was die Tour kostet, bevor du losfährst

Sprit nach Verbrauch und Landespreisen, Tankstopps auf der Karte, Vignetten und Streckenmaut. Bei Mietfahrzeugen Miete und Kilometerpaket dazu.

Zwei Posten entscheiden über das Budget einer Wohnmobil-Reise, bevor die erste Übernachtung bezahlt ist: Sprit und Maut. Camperada rechnet beide aus der geplanten Route, dem Fahrzeug und den Ländern, durch die es geht. Wer das Wohnmobil gemietet hat, rechnet die Miete gleich mit. Was sicher ist, steht als Betrag da. Was geschätzt ist, steht als Spanne da. Beides wird nicht vermischt.

Spritkosten aus Verbrauch und Strecke

Grundlage sind der Verbrauch und die Tankgröße deines Fahrzeugs. Daraus ergeben sich die Liter für die Strecke, die Kosten je Etappe und die Gesamtsumme. Camperada plant zusätzlich die Tankstopps: Es rechnet mit einer nutzbaren Reichweite von 85 Prozent der Tankfüllung, hält also eine Reserve zurück, und setzt Marker dorthin, wo spätestens getankt werden sollte.

Preise nach durchfahrenen Ländern

Der Literpreis ist keine einzelne Zahl, sondern eine Mischung. Camperada misst, wie viele Kilometer der Route auf welches Land entfallen, und gewichtet die Landespreise entsprechend. Wer achthundert Kilometer durch Frankreich und sechzig durch Luxemburg fährt, rechnet fast durchgehend mit französischen Preisen.

  • Quelle: Weekly Oil Bulletin der EU-Kommission, wöchentliche Landesdurchschnitte
  • Ohne erhobene Preise: Schweiz, Norwegen, das Vereinigte Königreich und der Westbalkan. Für sie rechnet Camperada mit dem Mischpreis der übrigen Route und weist das sichtbar aus

Gemietet? Dann zählt das Kilometerpaket

Wer das Wohnmobilfahren erst einmal ausprobiert, mietet. Dann ist die Miete der größte Posten der Reise, größer als Sprit und Maut zusammen. Camperada nimmt Tagespreis, Pauschalen und Kilometerregelung aus deinem Angebot und rechnet sie in die Reisekosten hinein. Die Miettage kommen aus dem Reiseplan; wer das Fahrzeug am Vorabend abholt oder erst am Folgetag zurückgibt, trägt diese Randtage dazu ein.

Der eigentliche Punkt ist aber ein anderer. Ein Mietvertrag gibt dir entweder freie Kilometer, ein Kontingent je Tag oder eines für die ganze Miete. Ob deine geplante Route hineinpasst, weiß dein Vermieter nicht, denn er kennt die Route nicht, und dein Routenplaner weiß es nicht, denn er kennt den Vertrag nicht. Camperada kennt beides und sagt es dir vor der Buchung:

  • Passt: wie viele Freikilometer nach der Route noch übrig sind
  • Passt nicht: wie viele Kilometer darüber liegen und was sie zum vereinbarten Satz kosten
  • Kaution: ausgewiesen, aber nie in der Summe. Du bekommst sie zurück, sie ist kein Reisekostenposten

Gerechnet wird mit der Strecke der Route. Umwege, Fahrten vor Ort und die Suche nach dem Platz stehen nicht darin, auf dem Tacho später schon. Wenn es knapp wird, plane Puffer ein.

Maut: drei Arten, drei Genauigkeiten

Maut ist in Europa kein einheitliches System, und ein Planer, der so tut, führt in die Irre. Camperada unterscheidet deshalb drei Fälle und macht sichtbar, welcher gerade vorliegt.

Vignetten: fester Betrag

Für Österreich, die Schweiz, Slowenien, Tschechien, die Slowakei und Ungarn sind die Tarife hinterlegt. Camperada prüft, wie viele Tage du im jeweiligen Land unterwegs bist, und wählt die passende Gültigkeit, statt pauschal die Jahresvignette anzusetzen.

Sondermaut: fester Betrag

Einzelne Strecken kosten trotz Vignette extra. Hinterlegt sind unter anderem die Brennerautobahn A13, die Tauernautobahn A10, die Arlberg Schnellstraße S16 sowie Gleinalm-, Bosruck- und Karawankentunnel. Berührt deine Route eine davon, erscheint sie mit ihrem Betrag.

Streckenmaut: als Spanne

In Italien, Frankreich und Kroatien hängt der Preis von der gefahrenen Strecke und der Fahrzeugklasse ab. Camperada misst die Kilometer im Mautnetz, ordnet dein Fahrzeug einer Klasse zu und rechnet mit einem Tarifband statt mit einem einzelnen Satz. Das Ergebnis ist eine Spanne von und bis. Wo kein belastbares Band vorliegt, etwa in Spanien, Portugal oder Griechenland, nennt Camperada die Mautpflicht als Hinweis, aber keine Zahl.

Warum die Trennung wichtig ist

Eine Vignette kostet, was sie kostet. Eine Fahrt über die italienische Autobahn kostet ungefähr. Beides in eine Summe zu werfen, ergibt eine Zahl, die genauer aussieht, als sie ist. Camperada hält deshalb feste Beträge und Schätzspannen im Reiseplan getrennt, und wo eine Auskunft fehlt, steht das auch so da. Die Tarife werden gegen die Quellen der Betreiber gepflegt; welches Tarifjahr gilt, steht im Planer an den Mautkosten.

Fährst du schwerer als 3,5 Tonnen, greifen in mehreren Ländern eigene Systeme. Was der Planer dann weiter beziffert und was er nur benennt, steht auf der Seite Routenplaner für Wohnmobile über 3,5 t.

Wie sich die Kosten auf die Reisetage verteilen, zeigt der Reiseplan.

Häufige Fragen

Wie genau ist die Spritkosten-Schätzung?
Sie ist so genau wie dein Verbrauchswert. Die Preise stammen aus den wöchentlichen Landesdurchschnitten der EU-Kommission und werden nach der in jedem Land gefahrenen Strecke gewichtet. Ein realistischer Verbrauch ist wichtiger als jede Nachkommastelle beim Literpreis.
Warum wird die Maut in Italien als Spanne angegeben?
Weil italienische Autobahntarife je Strecke stark schwanken: Flachlandabschnitte kosten deutlich weniger pro Kilometer als Bergstrecken. Camperada misst die Kilometer im Mautnetz und rechnet sie gegen ein Tarifband. Ein einzelner Betrag würde eine Genauigkeit vortäuschen, die es nicht gibt.
Gilt für mein Wohnmobil eine höhere Mautklasse?
Fast immer ja. In Italien greift Klasse B ab 1,30 m Höhe über der Vorderachse, in Kroatien Kategorie II ab 1,90 m Fahrzeughöhe, in Frankreich Klasse 2 ab 2 m und Klasse 3 ab 3 m Höhe oder über 3,5 t. Camperada wählt die Klasse anhand deines Profils.
Ich miete mein erstes Wohnmobil. Reichen die Freikilometer?
Das rechnet Camperada aus. Trag Tagespreis und Kilometerregelung aus deinem Angebot ein, unbegrenzt, je Tag oder für die ganze Miete. Der Planer stellt die Strecke deiner Route dagegen und sagt dir, wie viel Luft bleibt oder was die Mehrkilometer kosten. Gerechnet wird die Routenstrecke, Umwege und Fahrten vor Ort kommen auf dem Tacho noch dazu.
Zählt die Kaution zu den Reisekosten?
Nein. Camperada weist sie aus, damit du sie im Budget hast, rechnet sie aber nie in die Summe. Sie ist blockiertes Geld, kein Preis, und du bekommst sie bei der Rückgabe zurück.
Was ist mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen?
Über 3,5 Tonnen gelten in mehreren Ländern eigene Systeme für den Schwerverkehr, etwa streckenbezogene Abgaben mit Geräten im Fahrzeug. Camperada nennt diese Fälle als Hinweis, nennt aber keinen Betrag, statt zu raten.
Alle Funktionen