Bei 3,5 Tonnen ist hier nicht Schluss
Routing und Durchfahrts-Check rechnen mit deinem echten Gewicht, und bei der Maut steht, welches System über 3,5 t gilt, statt eines PKW-Tarifs.
Oberhalb von 3,5 Tonnen wechselt in Europa vieles auf einmal: die Mautsysteme, in einigen Ländern die Tempolimits, die Führerscheinklasse. Nur die Planung bleibt dieselbe Aufgabe. Camperada behandelt das Gewicht deshalb als das, was es ist: ein Parameter deines Fahrzeugs, kein Sonderfall. Ob aufgelasteter Teilintegrierter, Alkoven auf schwererem Fahrgestell oder Liner: Routing, Durchfahrts-Check und Reiseplan arbeiten mit deinen echten Werten, kostenlos und ohne Konto.
Dein Gewicht geht in die Berechnung ein
Die Route entsteht mit deinen Maßen und deinem Gewicht, und sie hört nicht bei 3,5 Tonnen auf. Ein höheres Gewicht ist dort ein Wert wie die Höhe: Straßen mit einer in OpenStreetMap erfassten Gewichtsgrenze darunter bleiben gesperrt, über 3,5 Tonnen auch Straßen mit erfasstem Lkw-Fahrverbot. Was in den Kartendaten fehlt, kann das Routing nicht kennen. Ob deine Werte einfließen konnten, steht dauerhaft unter jeder berechneten Route. Wenn nicht, siehst du eine PKW-Route und weißt es, statt dich auf eine Annahme zu verlassen.
Der Durchfahrts-Check nimmt Gewichtsgrenzen ernst
Auf Knopfdruck geht Camperada die fertige Strecke noch einmal ab und sucht bis 50 Meter neben der Route nach Beschränkungen aus OpenStreetMap. Für schwere Fahrzeuge zählt vor allem maxweight: Brücken und Ortsdurchfahrten mit Gewichtsgrenze, an denen ein Fahrzeug bis 3,5 Tonnen einfach vorbeifährt. Jede Fundstelle, deren Grenzwert unter deinem Gewicht liegt, erscheint mit Grenzwert und Straßenbezug und lässt sich auf der Karte anzeigen. Der Planer nennt sie bewusst „mögliche Engstellen“: Eine beschränkte Straße kann die Route auch kreuzen, ohne dass du sie befährst. Die Entscheidung bleibt bei dir, und das Schild an der Brücke behält das letzte Wort.
Wie die Prüfung im Einzelnen arbeitet, auch für Höhe, Breite und Länge, steht auf der Seite zu Fahrzeugmaßen und Engstellen.
Maut über 3,5 Tonnen: benannt statt geraten
Bei der Maut ist die 3,5-Tonnen-Grenze die wichtigste Zahl Europas: In mehreren Ländern endet dort die Vignette, und es beginnt ein System für den Schwerverkehr. Ein Planer, der dir dort einen PKW-Tarif anzeigt, rechnet für ein anderes Fahrzeug. Camperada zeigt stattdessen, wo du mautpflichtig bist und welches System gilt:
- Österreich: statt der Vignette die fahrleistungsabhängige GO-Maut, abgerechnet nach gefahrenen Kilometern und Achszahl
- Schweiz: statt der Vignette die pauschale Schwerverkehrsabgabe nach Gewicht und Aufenthaltstagen
- Slowenien, Tschechien, Slowakei: streckenbezogene Systeme wie DarsGo und MYTO CZ
- Ungarn: Hier gilt die Vignette der Kategorie D2 auch über 3,5 Tonnen, und der Plan nennt ihren Betrag
Für die Schwerverkehrssysteme nennt der Plan bewusst keinen Betrag: Sie rechnen nach Größen ab, die erst unterwegs feststehen, und jede Zahl wäre geraten. Der Hinweis sagt dir, worauf du dich einstellen musst, ohne eine Genauigkeit vorzutäuschen, die es nicht gibt.
Die Streckenmaut in Italien, Frankreich und Kroatien bleibt dir dagegen als Schätzspanne erhalten: Frankreich stuft Wohnmobile über 3,5 Tonnen in Klasse 3 ein, Italien und Kroatien machen die Klasse an der Höhe fest. Camperada misst die Kilometer deiner Route im Mautnetz und rechnet sie gegen das Tarifband deiner Klasse. Sondermautstrecken wie der Brenner oder die Tauernautobahn erscheinen ebenfalls an der Route, über 3,5 Tonnen aber als benannter Posten ohne Betrag: Dort gilt ein eigener Tarif des Betreibers. Wie der Planer feste Beträge, Spannen und Hinweise auseinanderhält, steht auf der Seite zu Reisekosten und Maut.
Tempolimits über 3,5 Tonnen: an jeder Grenze
In vielen Ländern Europas gelten für Wohnmobile über 3,5 Tonnen eigene Tempolimits, teils schon auf der Landstraße, und mancherorts eine eigene Promillegrenze. Der Planer setzt an jede Grenze deiner Route einen Steckbrief des Landes mit den Tempolimits für dein Gewicht, zusammen mit Licht, Pflichtausrüstung und Umweltzonen; beide Gewichtsklassen nebeneinander stehen auf der Länderseite. Mehr dazu auf der Seite zu den Verkehrsregeln im Ausland.
Deine Maße trägst du selbst ein, und das ist Absicht
Für Einsteiger, die noch kein Fahrzeug haben, bietet der Planer Fahrzeugklassen als Startwerte an, vom Campingbus bis zum Integrierten. Diese Richtwerte enden bewusst bei 3,5 Tonnen: Sie bilden den Mietmarkt ab, und der endet praktisch an der Grenze des B-Führerscheins. Wer schwerer unterwegs ist, hat die Führerscheinfrage längst geklärt und kennt seine Zahlen aus dem Fahrzeugschein. Genau die trägst du ein, und genau mit ihnen arbeitet dann alles: das Routing, der Durchfahrts-Check und die Mautklasse. Mit einem kostenlosen Konto liegt dein Fahrzeug unter „Meine WoMos“ und ist beim nächsten Plan ein Klick.
Was sich über 3,5 Tonnen nicht ändert
Alles andere rechnet ohnehin mit deinen Angaben statt mit einer Klassenannahme. Die Spritkosten entstehen aus deinem Verbrauch und deiner Tankgröße, beides frei eingebbar, mit Tankstopps auf der Karte und Literpreisen nach durchfahrenen Ländern. Der Reiseplan teilt die Strecke in Tagesetappen mit Übernachtungen und Platzsuche, mehr dazu auf der Seite zur Etappenplanung. Und am Ende geht die Route als GPX aufs Navi.
Du vergleichst gerade Werkzeuge? Was der ADAC Routenplaner und Camperada jeweils können, steht im Vergleich mit dem ADAC Routenplaner.
Häufige Fragen
- Ist der Routenplaner für Wohnmobile über 3,5 Tonnen wirklich kostenlos?
- Ja. Camperada ist vollständig kostenlos, ohne Premium-Stufe und ohne Konto-Zwang. Das Gewicht ist ein normales Feld im Fahrzeugprofil, keine Bezahlfunktion.
- Warum nennt Camperada über 3,5 Tonnen keinen Betrag für GO-Maut, DarsGo und Co.?
- Weil jeder Betrag geraten wäre. Diese Systeme rechnen nach gefahrenen Kilometern, Achszahl oder Aufenthaltstagen ab und lassen sich vor der Fahrt nicht seriös beziffern. Camperada benennt deshalb das System, das an deiner Route gilt, statt einen PKW-Tarif anzuzeigen, der für dein Fahrzeug nicht stimmt.
- Bekomme ich über 3,5 Tonnen eine Mautsumme für die ganze Route?
- Eine vollständige Summe nicht, und das ist Absicht. Was sich seriös beziffern lässt, steht als Betrag oder Spanne im Plan: die ungarische Vignette der Kategorie D2 und die Streckenmaut in Italien, Frankreich und Kroatien. Für Schwerverkehrssysteme wie die GO-Maut steht ein benannter Hinweis. Beträge und Hinweise werden nie zu einer Scheinsumme vermischt.
- Warum enden die Fahrzeugklassen im Planer bei 3,5 Tonnen?
- Die Klassen sind Startwerte für Einsteiger, die noch kein Fahrzeug haben, und der Mietmarkt endet praktisch bei 3,5 Tonnen, der Grenze des B-Führerscheins. Wer schwerer fährt, kennt sein Fahrzeug und trägt Höhe, Breite, Länge und Gewicht direkt ein; alle Funktionen arbeiten dann mit diesen Werten.
- Prüft der Durchfahrts-Check auch Gewichtsbeschränkungen?
- Ja. Auf Knopfdruck wird die berechnete Strecke bis 50 Meter zu beiden Seiten gegen maxweight-Einträge aus OpenStreetMap geprüft, zusätzlich zu Höhe, Breite und Länge. Fundstellen, deren Grenzwert unter deinem Gewicht liegt, erscheinen als mögliche Engstellen mit Grenzwert und Ort. Was nicht kartiert ist, findet die Prüfung nicht; das Schild vor Ort behält das letzte Wort.