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Höhe, Breite, Gewicht: was dein Womo fürs Routing wissen muss

Warum ein PKW-Navi fürs Wohnmobil riskant ist, welche Maße zählen und wie viel Puffer sinnvoll ist.

5 Min. Lesezeit · Stand 30. September 2026

Ein PKW-Navi kennt nur eine Frage: Wie komme ich am schnellsten von A nach B? Für ein Wohnmobil ist das die falsche Frage. Die richtige lautet: Wie komme ich an, ohne an einer Brücke, einer engen Gasse oder einer Gewichtsbeschränkung zu scheitern? Dafür muss das Routing deine Maße kennen.

Höhe: das gefährlichste Maß

Typische Wohnmobile sind zwischen 2,70 und 3,20 Meter hoch. Kritisch wird es an alten Unterführungen, Parkhäusern und Bahnbrücken. Wichtig: Die Höhe im Fahrzeugschein ist nicht immer die reale Höhe. Sat-Antenne, Klimaanlage, Solarpanel oder Dachträger kommen oben drauf. Miss einmal selbst nach und rechne rund 10 Zentimeter Puffer dazu. Diese Reserve kostet dich nichts, eine touchierte Brücke dagegen den Urlaub.

Breite: Spiegel zählen mit

Im Fahrzeugschein steht die Breite ohne Außenspiegel. Auf der Straße fährst du aber mit Spiegeln, und die tragen je nach Modell 20 bis 30 Zentimeter auf. Auf Bergstraßen, in Baustellen mit verengten Fahrstreifen und in südeuropäischen Altstädten ist das der Unterschied zwischen Durchkommen und Steckenbleiben.

Gewicht: die 3,5-Tonnen-Grenze

Das zulässige Gesamtgewicht entscheidet über mehr als das Routing:

  • Führerschein: Die Klasse B reicht bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Darüber brauchst du C1 (bis 7,5 Tonnen); wer den alten Führerschein der Klasse 3 besitzt, darf ebenfalls bis 7,5 Tonnen fahren. Die Rechtsgrundlagen und was die neue EU-Richtlinie daran ändern wird, stehen im Führerschein-Artikel.
  • Tempolimits: In Deutschland gelten für Wohnmobile über 3,5 bis 7,5 Tonnen außerorts 80 km/h und auf Autobahnen 100 km/h.
  • Maut: In mehreren Ländern ändert sich oberhalb von 3,5 Tonnen die Mautklasse, etwa in Österreich mit der GO-Box. Wie der Planer damit umgeht, steht auf der Funktionsseite Routenplaner für Wohnmobile über 3,5 t.
  • Straßen: Gewichtsbeschränkungen an Brücken und Ortsdurchfahrten gelten hart. Ein Routing, das dein Gewicht kennt, umfährt sie von vornherein.

Und: Das reale Gewicht liegt beladen oft näher am zulässigen Gesamtgewicht, als viele denken. Wasser, Gas, Fahrräder und Vorräte summieren sich schnell auf mehrere hundert Kilogramm. Einmal beladen auf eine öffentliche Waage zu fahren, lohnt sich.

Länge: fürs Rangieren und den Platz

Für das Routing spielt die Länge die kleinste Rolle, für den Alltag eine große: Viele Stellplatz-Parzellen und Fähren staffeln nach Länge, und Serpentinen mit Spitzkehren werden ab etwa acht Metern anspruchsvoll.

So nutzt Camperada deine Maße

Im Planer trägst du Höhe, Breite, Länge und Gewicht ins Fahrzeugprofil ein. Es gehört zum Reiseplan und wird mit ihm gesichert: Speichern liefert dir einen Code, mit dem Route und Maße auf jedem Gerät wieder da sind. Wer ein Konto hat, legt sein Fahrzeug einmal unter „Meine WoMos“ ab und übernimmt es künftig mit einem Klick. Die Route rechnet Camperada mit genau diesen Werten: Straßen mit einer in OpenStreetMap erfassten Höhen-, Breiten-, Längen- oder Gewichtsgrenze unter deinen Maßen bleiben gesperrt, über 3,5 Tonnen auch erfasste Lkw-Fahrverbote. Findet sich damit keine Route, rechnet Camperada ohne deine Maße weiter. Welcher Fall vorliegt, steht sichtbar unter jeder berechneten Route, damit du dich nie auf eine Annahme verlässt.

Wichtig bleibt trotzdem: Kein Routing ersetzt den Blick auf die Beschilderung. Datenlagen können veraltet sein, Baustellen kommen dazu. Die Maße im Profil sind dein Sicherheitsnetz, nicht dein Freifahrtschein.

Direkt anwenden?

Trag deine Maße ins Fahrzeugprofil ein oder wähl eine Fahrzeugklasse. Der Durchfahrts-Check prüft die Route dann gegen genau diese Werte.