Camperada
Alle Ratgeber

GPX aufs Navi bringen: so kommt die Route ins Gerät

Track oder Wegpunkte, Garmin oder Smartphone-App, GPX oder KML: wie der Export von Camperada in der Praxis funktioniert.

5 Min. Lesezeit · Stand 1. September 2026

GPX ist das Tauschformat der Navigationswelt: eine einfache XML-Datei, die Wegpunkte und Strecken enthält und von vielen Navis und Karten-Apps gelesen wird. Camperada exportiert deine geplante Tour mit einem Klick als GPX-1.1-Datei (camperada-route.gpx). Hier steht, was drin ist und wie sie in dein Gerät kommt.

Wer mit Google Earth oder Google My Maps arbeitet, nimmt statt GPX das zweite Format desselben Knopfes: KML (camperada-route.kml). Inhalt und Strecke sind identisch, nur das Zielprogramm ist ein anderes. Der Abschnitt Google Earth und My Maps weiter unten sagt, wann sich das lohnt.

Was in der Datei steckt

Der Export enthält zwei Dinge. Die Namen unten sind die der GPX-Datei; in der KML-Datei heißen dieselben zwei Dinge <Placemark> und <LineString>.

  • Wegpunkte (<wpt>): deine gesetzten Stationen mit Namen, zum Beispiel Startort, Zwischenziele und Übernachtungsplätze.
  • Track (<trk>): die berechnete Streckenlinie als Kette von Koordinaten.

Der Unterschied ist in der Praxis wichtig: Folgt dein Gerät dem Track, fährst du exakt die geplante Linie ab. Nutzt es nur die Wegpunkte, berechnet es die Strecke dazwischen selbst neu, unter Umständen ohne deine Fahrzeugmaße. Wenn deine Route bewusst um eine niedrige Brücke herumführt, ist die Track-Navigation die sichere Wahl.

Garmin-Navis

Garmin-Geräte lesen GPX-Dateien direkt: Gerät per USB an den Rechner anschließen und die Datei in den GPX-Ordner des internen Speichers kopieren. Beim nächsten Start taucht die Tour im Bereich für Strecken beziehungsweise Routen auf. Bei aktuellen Geräten geht der Import auch kabellos über die zugehörige Garmin-App.

TomTom-Navis

Bei TomTom läuft der Import üblicherweise über den Webplaner MyDrive: Datei dort hochladen, mit dem Konto synchronisieren, und das Navi zeigt die Strecke unter den gespeicherten Routen an. Ältere Geräte ohne MyDrive-Anbindung verstehen teils nur das hauseigene ITN-Format; hier hilft ein kostenloser Konverter.

Smartphone-Apps

  • OsmAnd und Organic Maps (beide auf OpenStreetMap-Basis) importieren GPX-Dateien direkt und navigieren auch offline. Datei auf dem Handy öffnen und der App zuweisen, fertig.
  • Google Maps selbst importiert keine Dateien, weder GPX noch KML. Der Weg für Google-Nutzer führt über Google My Maps, und dafür gibt es den KML-Export (siehe unten).
  • Camping-Navis und Womo-Appsmit eigener Routenführung akzeptieren GPX in aller Regel ebenfalls; die Import-Funktion heißt meist „GPX importieren" oder „Track laden".

Google Earth und My Maps: der KML-Export

Die Google-Welt spricht nicht GPX, sondern KML. Google Earth im Browser importiert KML und KMZ, GPX dagegen nicht; wer eine GPX-Datei dort ansehen will, muss sie vorher mit Google Earth Pro auf dem Rechner umwandeln. Mit dem KML-Export von Camperada entfällt dieser Umweg: Datei laden, in Google Earth öffnen, fertig.

Google My Maps (mymaps.google.com) nimmt beide Formate an und legt die Tour als Ebene einer eigenen Karte ab. Praktisch ist das, wenn du die Route mit Notizen ergänzen oder mit anderen teilen willst, denn eine My-Maps-Karte lässt sich auch in der Google-Maps-App unter den gespeicherten Karten ansehen. Zwei Grenzen solltest du kennen: KML-Dateien dürfen dort höchstens 5 MB groß sein (typische Camperada-Touren liegen weit darunter), und eine Ebene fasst maximal 2.000 Elemente. Navigieren kannst du damit nicht: My Maps zeigt die Linie, führt dich aber nicht abbiegegenau darüber. Fürs Fahren bleibt GPX auf dem Navi oder in einer Offline-App die bessere Wahl.

Umgekehrt versteht auch die OpenStreetMap-Welt beide Formate:OsmAnd importiert KML und KMZ und wandelt sie beim Import in GPX um. Ein Grund, dort auf KML zu wechseln, ist das nicht, aber eine bereits gespeicherte KML-Datei bleibt so brauchbar.

Drei Praxis-Tipps

  1. Vor der Abfahrt testen: Importiere die Datei am Vorabend und wirf einen Blick auf die dargestellte Linie. So fallen Übertragungsfehler auf, solange WLAN und Ruhe da sind.
  2. Dateien behalten: Die exportierte Datei ist dein Backup. Sichere geplante Touren in einem Ordner, dann kannst du sie jederzeit erneut laden oder mit anderen teilen.
  3. Bei Neuberechnung aufpassen:Bietet dein Gerät an, die importierte Strecke „zu optimieren", lehnst du ab, wenn die Route bewusst Restriktionen umfährt. Optimieren heißt neu rechnen, und neu rechnen kann die Umfahrung entfernen.

Direkt anwenden?

Der Planer setzt das hier Beschriebene um: Maße, Stellplätze, GPX.